Cider ist eine bestimmte Art von Apfelschaumwein oder Apfelsekt. Er ist auch unter den Bezeichnungen Cidre und Sidra zu finden. Zur Herstellung von Cider werden Äpfel oder Birnen zur Erntezeit gepresst und somit zu Most verarbeitet. Die Zugabe einer streng bemessenen Menge Zucker ist der einzige Zusatz. Vergleichbar ist der Genuss von Cider allerdings werden vom Geschmack noch vom Bouquet mit dem bekannten Apfelsaft. Vorwiegend werden herbe und zuckerarme Apfelsorten verwendet, die für den normalen Verzehr eher nicht so geeignet sind. Die Apfelsorten bestimmen den Geschmack des Cider. 


Dieser Most wird in großen Fässern oder in Flaschen zur Gärung abgefüllt. Guter Cider besteht aus 100%-igem Apfelsaft. Während des Prozesses wird die typische, natürliche Gärkohlensäure gebildet. 


Dem industriell hergestellten Cider wird künstlich Kohlensäure beigemischt. 


Somit ist die Herstellung von Cider nicht sonderlich aufwendig. Das Bierbrauen mit dem Maischen, Kochen und Läutern ist hingegen viel beschwerlicher und zeitaufwendiger. Die Herstellungskosten bei Cider liegen jedoch höher. 
Üblicherweise ist Cider recht klar. Bei kleineren Cider-Herstellern können schon kleinere Partikel im Glas sichtbar werden, welches die Qualität in keiner Weise trübt. Einige Hersteller beabsichtigen sogar die Trübheit. Durch entsprechendes Karbonisieren wird der Cider prickelnd perlig und sektartig. Generell haben Cider ein Mundgefühl, dass an einen schweren Weißwein erinnert. Das Bouquet ist leichter als bei Bier. Stark sprudelnde Cider sind einem Sekt ähnlich. 
Sicherlich hat Bier deutschlandweit eine hohe Relevanz unter den Getränken. Aber auch Cider hat sich zu einem absoluten Modegetränk entwickelt und stellt eine spritzige, glutenfreie Alternative dar. In gewisser Weise ähnelt es sogar dem Bier. 


In den USA wird landläufig zwischen Hard Cider und Soft Cider unterschieden. Hard Cider besteht aus fermentiertem Apfelsaft und ist ein frisches, herbes, alkoholisches Getränk für Mann und Frau. Dabei Soft Cider eine Art ungefilterter, frischer, alkoholfreier Apfelsaft. 


In England ist beispielsweise kaum eine Zapfanlage eines Pubs neben dem typischen Ale nicht auch an ein Cider-Fass angeschlossen. Hier hat Cider längst als begehrtes Getränk Einzug gehalten. Vor allem auch für Frauen ist Cider eine leckere Alternative zum Bier. Dies bedeutet allerdings nicht, das Cider im Vergleich zum herben, würzigen Bier einfach nur süffig süß ist. Nein, Cider gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen - von herb, trocken bis süß, lieblich. Die Geschmacksentwicklung beim Gärprozess hängt von der Lagerzeit des Cider ab. Außerdem kann der Hersteller die süße oder herbe Note durch das Stoppen des Restzuckergehaltes beeinflussen. Süßer Cider wird bei der Herstellung mit entsprechender Säure harmonisiert. 


Kenner beschreiben Cider als „lebendiges Getränk“, der, wenn er ins Glas fließt, immer noch gärt. Das macht Cider aus. Vom Alkoholgehalt ist Cider zwischen 4 und 5 Prozent und einer vollmundigen Restsüße sehr beliebt. 
Cider ist ein beliebtes Sommergetränk. Gut gekühlt überzeugt es mit seiner Frische. Cider gibt es heute in alkoholhaltiger und nichtalkoholhaltiger Variante. Es ist ein natürliches Produkt, das auch längst in Deutschland mittlerweile den Anspruch regional erfüllen kann, Cider hat relativ wenig Alkohol, wenig Kalorien und ist glutenfrei.